Kapitel 5: Aylia

Es war Anfang November. Der 2. November, um genau zu sein. Es hatte schon geschneit und überall lag der Schnee auf den Straßen. Selenia hatte (insofern so etwas denn möglich ist) die Vorfälle mit Tiara und Airynn verarbeitet. Sie war zu dem Schluss gekommen, dass es „nur“ tragische Unfälle gewesen waren und nichts mit der Prophezeiung der Dunkelheit zu tun hatten.

Selenia saß auf der Veranda hinterm Haus und trank eine heiße Schokolade. Je näher das Jahresende rückte, desto nachdenklicher und betrübter wurde sie. Es war praktisch unmöglich, dass die Blüten jemals anfangen würden zu blühen... Das könnten sie schon allein wegen der Kälte nicht... Die Knospen wogten leicht im Wind.

Selenia spürte auf einmal eine weitere Anwesenheit... Irritiert sah sie auf. Sie kannte diese Kraft... „Aylia?!“ Am anderen Ende des Blumenmeeres stand ein Mädchen... Ihre langen braunen Haare wehten im Wind. Federn wirbelten von ihren Flügeln durch den Wind. Ihre Hände waren gefaltet und sie sah betrübt zu Selenia hinüber.

„Aylia? Was machst du denn hier?! Und warum in Engelsgestalt... Wenn dich so jemand sieht, dann...“ „Selenia, lass das mal meine Sorge sein, ja?“ „Mhm...“ Selenia nickte langsam mit dem Kopf. „Ich bin hier, weil ich mit dir reden muss. Es geht um diese Vorfälle mit den toten Erzengeln...“ Bei der Erinnerung an die toten Engel tat Selenias Herz einen Sprung. „Ist es vielleicht doch kein Unfall gewesen...?“ dachte sie still in sich hinein. „Wie meinst du das? Was soll mit denen sein?“ „Sagt dir der Name Darkside etwas?“
Raffael saß mal wieder auf seinem Bett und studierte diverse alte Schmöker. Alle waren in unbekannten Sprachen verfasst und mit merkwürdigen Symbolen verziert. Ob diese Symbole ebenfalls Schrift darstellten, oder ob sie einfach der Verzierung dienten, wusste wohl allein Raffael. Alle Bücher zeigten das selbe Bild: Die Glaskugel, die bei Raffael auf dem Schoß lag. „Das wird ja immer interessanter...“ murmelte Raffael mit einem Grinsen. „Hier steht, dass diese Kugel die Anwesenheit von Engeln zeigt... Von Erzengeln...“ Das Grinsen auf seinem Gesicht wurde noch breiter. „Dann muss ich mich wenigstens nicht mehr nur auf den Hohen Rat verlassen... Deren Voraussagen, wo die Erzengel seien könnten, mögen ja immer eingetroffen sein, aber Unabhängigkeit ist doch ein wundervolles Gut...“ Er nahm wieder die Kugel und drehte sie ein paar Mal in der Hand. Am Sockel leuchtete nun das zweite von einem Engel gehaltene Licht. „Energiekugeln... Leuchtende Sphären, welche die Seele eines Engels verkörpern... Heisst das, dass diese Kugel, oder vielmehr der Sockel, die ewigen Seelen der Engel einfangen kann...? Das würde ja bedeuten, dass auch deren Energien nun in dieser Kugel schlummern würden...“, murmelte er in sich hinein. Darkside studierte noch mal einige Seiten in dem größten und dicksten Buch. „Ah, hier steht etwas dazu... Also.“ Er zog die Stirn in Falten. Das waren wirklich sehr alte Zeichen. Älter, als all die anderen. „Die Kugel ist die geheiligte Waffe des 5. Erzengels, welche die Seelen der einzelnen anderen, gefallenen Engel beinhaltet und deren Kräfte bündelt. Wenn der letzte Erzengel mit dieser Waffe verschmilzt, wird die mächtigste Waffe des Himmels geboren. Diese wird in der Lage sein, das ewige Dunkel zu vernichten und die ewige Herrschaft des Lichtes wird beginnen.“ Verächtlich verzog Raffael das Gesicht. „Herrschaft des Lichtes... Stärkste Waffe des Himmels... Schon lustig, was man in diesem Haus alles finden kann. Auf einmal begann die Kugel wieder zu leuchten. Verwundert sah Raffael in sie hinein und erblickte ein Bild von einem Engel... Von Aylia... „Na bitte! Das kleine, nützliche Ding kann mir wirklich Engel zeigen... Fragt sich nur, wie weit die Reichweite von der Kugel ist...“ Das Bild in der Kugel entfernte sich langsam von dem Engel. Ein Blumenmeer wurde sichtbar und Selenia stand direkt vor diesem Engel. Ein düsteres Grinsen machte sich auf Raffaels Gesicht breit. „Interessant...“ Er stand auf, ging zum Fenster und lugte hinaus.
„Darkside...“, dachte Selenia. „Irgendwo habe ich diesen Namen schon gehört...“ Aylia schaute sie betrübt an. „Darkside... Er...“ In diesem Moment wurde die Verandatür aufgerissen und Raffael kam heraus. Erschrocken sah Aylia zu ihm hin. Dann breitete sie ihre Flügel aus und flog Richtung Himmel davon. „Selenia!?“ rief Darkside zu ihr hinüber. Verwirrt schaute Selenia zum Himmel. „Aylia... Warum nur spricht kein Engel zu Ende?! Ich versteh das nicht mehr!“ Verzweifelt dachte sie an die Toten Engel und an den Namen Darkside. „In der Gasse... Bei Tiara... Sie hat diesen Namen verwendet...“ Selenia fing still an zu weinen. Raffael trat nun hinter sie. „Hey... Was ist denn los..?“ Besorgt sah er in ihre Augen. „Ach... Das verstehst du nicht...“, sprach sie stotternd. Raffael nahm sie vorsichtig in die Arme. „Wenn etwas ist, kannst du immer mit mir reden, nur damit du’s weißt...“ Er strich ihr vorsichtig über den Kopf. „Und nun hör auf zu weinen. Ein Lächeln steht dir viel besser!“ Selenia schaute ihn schief lächelnd an. „Na und jetzt komm. Du holst dir hier draußen noch den Tod. Selenia sah an sich hinunter. Auf der Veranda war es ja ok, nur im Morgenmantel mit einer Decke zugedeckt eine heiße Schokolade zu trinken, aber nun stand sie barfuß auf dem schmalen Gartenweg und fing auf einmal an, fürchterlich an zu frieren. Raffael hob sie hoch und trug sie zurück ins Haus. Erst wollte Selenia dagegen an protestieren, aber irgendwie gefiel ihr das. Sie kuschelte sich noch etwas dichter an Raffael an und ehe sie überhaupt auf der Veranda angekommen waren, war sie auch schon in seinen Armen eingeschlafen.

Als sie wieder aufwachte, lag sie in ihrem Bett. Der Morgenmantel hing ordentlich an der Tür und sie hatte ihren Schlafanzug an. „Es ist heiß hier...“ murmelte sie leise. Ihre Hand fuhr über ihre Stirn. „Na klasse. Nun hab ich auch noch Fieber...“ Sie zog die Decke bis an die Nasenspitze und rollte sich noch mal im Bett um. „Naja.. Hab ich wenigstens eine schöne Ausrede dafür, dass ich heute nicht aufstehen kann...“ Es klopfte an der Tür. „Hm... Herein...“ murmelte sie schon wieder im Halbschlaf. „Hey! Du kannst doch nicht die ganze Zeit nur schlafen!“ „Ach nein...?“ fragte sie irritiert. „Soll ich in meinem Zusand einen Marathon laufen, oder was meinst du?“ „Ne, aber wenn du jetzt wieder einschläfst, verschläfst du meine phänomenale Hühnerbrühe!“ Mit diesen Worten zog er ihr die Decke aus dem Gesicht und schaute sie beleidigt an. „Und dann stand ich gerade ganz umsonst in der Küche!“ Selenia schmunzelte ihn an. „Ist ja schon gut. Ich bin wach. Na dann gib mal her!“ „Hier.“ Selenia setzte sich im Bett auf und Raffael überreichte ihr vorsichtig eine Schüssel mit etwas, das man wirklich als Suppe identifizieren konnte. Selenia schnupperte einmal kurz dran. „Naja, riechen tut es ja schon nicht schlecht!“ Sie nahm den Löffel und probierte etwas. Sie sah Raffael zweifelnd an, schmunzelte und löffelte auch den Rest der Suppe aus der Schüssel. „Hmm... Das war echt lecker! Woher kannst du denn so gut kochen?“ „Als mein Bruder noch kleiner war, hab ich ihm die immer gemacht, wenn er krank war.“ „Du hast einen Bruder?“ „Ja... Er heißt Michael.“ „Wo wohnt der denn?“ „Uhm... Recht weit weg von hier würde ich vermuten...“ Er versuchte sie anzulächeln, allerdings war es ein trauriges Lächeln... „Oh..“ Selenia schaute ihn besorgt an. „Wenn ich ihn sehen will, kann ich allerdings immer noch.“ Selenias Gesichtsausdruck entspannte sich wieder. „So. Aber nun haust du dich noch mal wieder hin, ok? Schlafen ist immer noch die beste Medizin.“ Er zwinkerte Selenia zu, nahm ihr die Schüssel aus der Hand und deckte sie wieder zu. „Schlaf schön!“ „Werde ich.“ „Achja... Ehe ich es vergesse... Ich bin nachher noch mal weg. Ich muss in die Bibliothek, Bücher zurückbringen.“ „Geht klar...“, hörte er noch vom Bett her. Dann schloss er die Tür. „So.. jetzt nur noch sichergehen, dass sie auch in ihrem Zimmer bleibt...“ Mit diesen Worten zog er ihren Zimmerschlüssel, den er gerade aus dem Schloss genommen hatte, aus seiner Hosentasche und drehte ihn im Schloß um. Ein leises „Klick“ verkündete, dass die Tür nun abgeschlossen war. Selenia hört das schon nicht mehr. Im Halbschlaf mummelte sie sich feste in die Decke ein, dann fiel sie in einen tiefen, traumlosen Schlaf.

Raffael ging wieder in sein Zimmer und nahm die Kugel aus der Schachtel. Sie leuchtete immer noch, allerdings zeigte sie nun kein Bild mehr. Er drehte die Kugel in der Hand und betrachtete sich noch einmal den Sockel genauer. „Was ist das...?“, wunderte er sich. Ganz unten am Sockel und direkt unter der Kugel war eine Haltevorrichtung angebracht. Sie war rund und sah aus, als ob man da eine Art Stab hineinführen müsste. „Diese ach so heilige Waffe scheint nicht mehr ganz heile zu sein.“, lächelte Raffael düster. „Naja. Soll nicht mein Problem sein. Mir reichen vorerst ihre jetzigen Kräfte.“ Er wollte die Kugel gerade wieder in die Schachtel legen, da fing sie wieder stärker an zu leuchten. Raffael legte die Hand vor die Augen, so hell war das Licht. „Was ist denn nun los?!“ Als das Licht wieder schwächer wurde, sah er in der Kugel wieder Aylias Bild. Böse grinste er es an, legte die Kugel wieder in die Schachtel und schob selbige wieder unter sein Bett. Er schaute aus dem Fenster. „Warum heißt es nur von Engeln, sie seien so übermenschlich intelligent und wüssten alles? Manche Engel kann ich nur als lebensmüde und dumm bezeichnen.“ Er ging aus seinem Zimmer, schloss die Tür und ging langsam die Treppe hinunter.

„Selenia?!“ Aylia stand wieder unten im Garten mitten in den sich im Wind wiegenden Knospen. Es war ein wunderschöner Anblick. Ein Erzengel in seiner ganzen Pracht, langes, weißes Kleid und riesige weiße Flügel, stand in einem Meer geschlossener, schwarzer Knospen. Ihre silbernen Haare wehten mit dem Wind und an der einen Seite hing ein kristallenes Schwert, welches das Licht in alle Richtungen brach. „Na wenigstens scheint sie nicht so doof gewesen zu sein, unbewaffnet hier her zu kommen.“ Er öffnete die Tür und trat auf die Veranda hinaus. „Aylia, nehme ich an?“ sprach er. Und obwohl Aylia recht weit weg von ihm stand, vernahm sie seine Worte sofort. Sie sah ihn an. Blanker Haß spiegelte sich in ihren Augen wieder. „Raffael! Oder... Nein. DARKSIDE! Verschwinde von hier! Lass gefälligst Selenia in Ruhe!“ „Ach. Und warum sollte ich das machen?“ Dunkel funkelte er sie an, während er immer näher kam. „Und was interessiert dich überhaupt dieses Mädchen? Engel dürfen sich doch nicht einfach so in der Öffentlichkeit zeigen? Und erst recht nicht Erzengel? Es sei denn...“ sein Grinsen wurde breiter und böser. „Es sei denn, sie wäre ebenfalls ein Engel...“ Jetzt hatte er sie. Das wussten beide. Aylia konnte und durfte es nicht leugnen. „Ja, sie ist eine von uns...“ Raffael war nun schon recht dich an sie herangekommen und sie zog ihr Schwert. „Komm ja nicht näher!“ „Ach... Und was willst du dagegen machen, wenn doch?“ „Ich...“ „Du greifst mich an, richtig? Denk mal nach du dummes Ding. Dazu müsstest du noch näher kommen. Und genau das willst du doch nicht.“, funkelte er sie an. Der Wind wirbelte Blütenblätter über das Feld. Im nächsten Moment stand nicht mehr Raffael da. An seiner Stelle stand nun ein Vampir, mit riesigen, schwarzen Fledermausflügeln, an dessen Seite ein beachtlich langes Schwert aus einem schwarzem Material hing. Sein blutroter Umhang wehte mit dem Wind und die silbernen Verzierungen an seinem Anzug glänzten in der Sonne. Es war ein leichter Anzug. Größtenteils bestand er aus schwarzen Leinen.

Entsetzen machte sich auf Aylias Gesicht breit. Zitternd hob sie ihr Schwert in eine Angriffspose. Darkside lachte nur verächtlich und ließ die Hand mit seinem Schwert an der Seite baumeln. Diese Art, wie er da stand... Als ob er alles im Griff hätte... Aylia regte es auf. Sie nahm ihr Schwert und rannte auf ihn zu. Darkside wich mit einem leichten Schwenk zur Seite aus, formte mit der Hand einen dunklen Energieball und als Aylia an ihm vorbeisauste, schmetterte er ihr diesen Energieball zwischen die Schulterblätter, direkt zwischen ihre Flügel. Mit einem Schmerzensschrei verlor sie das Gleichgewicht und stürzte zu Boden. Ihre Flügel hingen schlaff zu Seite. Allerdings richtete sie sich schnell wieder auf und versuchte einen weiteren Angriff. Dieses Mal wich Darkside allerdings nicht aus. Er blockte ihren Schlag mit einer leichten Geste ab, schlug ihr das Schwert aus der Hand, fasste mit der anderen ihr Handgelenk und drehte es ihr auf den Rücken. Verzweifelte versuchte Aylia ihre Hand aus der Umklammerung zu lösen. Darkside grinste nur hämisch und drehte die Hand gleich noch ein Stück weiter nach oben. Tränen stiegen ihr in die Augen. „Irgendwie kann man gar nicht richtig mit dir spielen, mein Kleines... Du gibst viel zu schnell auf...“ grinste er sie an. „Wer hat hier was von aufgeben gefaselt!?“ giftete sie ihn an. Sie holte mit ihrer anderen Hand aus und versuchte ihm in die Magengrube zu schlagen. Darkside griff sich noch vor ihrem Treffer ihre Hand. Er drehte mit einer Geste Aylia mit dem Rücken zu ihm und zog nun auch die zweite Hand nach oben. Er umfasste beide Handgelenke mit einer Hand und legte die andere auf ihren Mund. Seine dunklen Flügel schlossen sich um Aylia. Wenn sie davor noch eine Chance gehabt hätte, zu fliehen... Nun hatte sie keine mehr. Darkside legte ihr den Kopf in den Nacken und schnupperte an ihrem Hals. „Hm... Das scheint was Leckeres zu werden!“, lachte er düster und leckte sich über seine Eckzähne. Aylia schloss die Augen und wimmerte leise.

Selenia wachte wieder auf. Irgendein merkwürdiges Gefühl machte sich in ihr breit. Sie stand auf und wär beinahe im selben Moment auch wieder zurückgesunken. Ihr war speiübel und alles drehte sich. Von den Augenwinkeln aus machte sich eine Dunkelheit auf den Weg, ihr das Bewusstsein zu nehmen. Sie krallte sich an der Wand fest und wartete kurz, bis das Gefühl nachließ. „Nein... nicht schon wieder... Bitte nicht...“ , dachte sie verzweifelt. Auf einmal ertönte ein Schrei. Selenia brauchte nicht lange nachzudenken, um zu wissen, was da geschehen war. „Aylia!“ Entsetzen machte sich auf ihrem Gesicht breit. Sie versuchte die Tür von ihrem Zimmer zu öffnen, merkte allerdings, dass diese verschlossen war. Gehetzt sah sie sich um. „...Der Balkon!“ Sie rannte zu ihrem Fenster, zog die Gardine beiseite und öffnete die Tür. Sie stand auf dem Balkon und sah über das Blütenmeer. In einiger Entfernung sah sie einen Schatten verschwinden. Etwas weiter vorne sah sie eine weiße Gestalt zwischen den Blumen liegen. „Aylia...“,murmelte sie wie betäubt. Sie sah sich einmal kurz um, umfasste dann ihr Amulett und im nächsten Augenblick ragten zwei Flügel aus ihrem Rücken. Sie spannte sie aus und flog vom Balkon bis zu der Stelle, wo Aylia lag. Sie sank langsam neben ihr zur Erde. Das Entsetzen war ihr ins Gesicht geschrieben. Die selben Löcher im Hals, wie bei den anderen... „Nicht du auch noch... Bitte nicht...“ Sie kämpfte gegen die Tränen an und verlor diesen Kampf. Die Tränen rollten ihr über die Wangen und glitzerten in der Sonne. Selenia schaute wieder zu Aylia hinunter. Ihr ehemals strahlend weißes Kleid war in ihr Blut getaucht und auch die Flügel waren blutrot. Auch auf dem Boden glitzerte es verdächtig. Selenia kniete sich neben den toten Engel und legte ihre Hand wie auch bei den anderen auf ihr Herz. Sie murmelte einige Worte und der Engel löste sich auf. Und wie bei den anderen auch verschwand der Kristall wieder in Selenias Körper. „Aylia... Nun gibt es nur noch zwei...“, murmelte sie matt und sank bewusstos in sich hinein.

Raffael stand in geringer Entfernung und sah sich das Schauspiel interessiert an. „Selenia... Bist du es?“ murmelte er in sich hinein. Er ging langsam auf Selenia zu und betrachtete sie sich. Ihre weißen Flügel waren noch immer ausgebreitet. Er berührte sie vorsichtig, murmelte ein paar Worte und sie verschwanden wieder. Raffael nahm sie auf die Arme und trug sie zurück ins Haus.

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